Padovan-Konzept

Padovan-Konzept

nach Beatriz Padovan (Logopädin)

Inhalte:

1. Neurofunktionelle Reorganisation (Körperübungen)
2. Mundübungen
3. Fingerübungen
4. Augenübungen
5. Ballübungen
6. Vokale wackeln

1. Neurofunktionelle Reorganisation

Körperübungen, welche die sensomotorische Integration fördern können: Alltägliche Bewegungsabläufe aus der Entwicklung eines Kindes werden in einer bestimmten Reihenfolge immer wieder wiederholt, z. B. Krabbeln, Rollen...

2. Mundübungen

Übungen zur Verbesserung der orofacialen Wahrnehmung: pusten, saugen, kauen. reflektorisches Schlucken, Übungen zum Verbessern des Mundschlusses...

3. Fingerübungen

Übungen zur Verbesserung der feinmotorischen Fähigkeiten, der visuellen Aufmerksam- keit, der Auge-Hand-Koordination...

4. Augenübungen

Übungen zur Verbesserung der visuellen Aufmerksamkeit, der Beweglichkeit und Aktivität der Augenmuskulatur.

5. Ballübungen

Übungen zur Verbesserung der Auge-Hand-Koordination, der Reaktionsfähigkeit, der Pro- und Supination...

6. Vokale wackeln

Übungen zur Verbesserung der Luftstromlenkung, bei denen das Zwerchfell aktiviert wird: Atemübung

Alle Übungen werden stets sprachlich begleitet. Dies geschieht entweder durch die aktive Sprache der Patienten oder aber durch den Therapeuten (Verse, Lieder), so dass die auditive Wahrnehmung immer mit gefördert wird.

Man kann z. B. auch während der Übungen Konzentrationsaufgaben je nach Alter der Patienten mit einbauen (z. B. “Nenne mir die Monate rückwärts... usw.).

Das rhythmische Arbeiten ist sehr wichtig und man kann ggf. die Patienten bei den Bewegungen führen. Man kann die Patienten im Konzept gut anleiten, so dass die Übungen auch zu Hause regelmäßig fortgeführt werden können.

Bei regelmäßiger Durchführung sind gute Erfolge zu verzeichnen und man kann unter Umständen Teilleistungsstörungen verhindern bzw. ihnen entgegenwirken.


Zu den Behandlungsschwerpunkten:
Pädiatrie   |   Neurologie   |   Psychiatrie   |   Orthopädie